Kantersieg trotz mittelmäßiger Leistung

Von: Andreas 12.10.2011

[mB-Jugend – TuS Eintr. Oberlübbe 36:24 (19:10)]
Wenn ein Spiel mit einer 12-Tore-Differenz gewonnen wird und die TSV-Verantwortlichen danach erklären, die Sieger-Mannschaft hätte schlecht gespielt, klingt das schnell arrogant und überheblich. Trotzdem…. was unsere Jungs da am Sonntag gezeigt haben, kann nur mit sehr viel Wohlwollen höchstens als „Mittelmaß“ bezeichnet werden.



Oberlübbe reiste mit nur einem Auswechselspieler an, bei uns fehlten Nikolas und Yonte. Die Spieler um Trainerlegende Dieter Löffelmann boten bis zum 4:4 Paroli, danach setzte sich Oerlinghausen mit sieben Toren in Folge zum 11:4 ab.

 

Am eigenen Kreis agierte man im ersten Abschnitt noch solide. In der Offensive spielten die Hausherren mit Tempo und Druck ihren Streifen runter. Oberlübbe war zu langsam auf den Beinen und fand kein wirksames Mittel den Tordrang der „Oerligans“ zu unterbinden.

 

Bei verbleibenden 35 Sekunden in der ersten Halbzeit zückte der TuS die grüne Karte um noch einen Spielzug zu besprechen. Das letzte Tor vor der Pause warf dann jedoch Florian zum 19:10.

 

Die Leichtigkeit mit der die Führung erspielt werden konnte, tat der Rauchschwalbe-Sieben offensichtlich nicht gut. Denn das Spielverhalten unserer Cowboys in der zweiten Spielhälfte gestaltete sich von Minute zu Minute lethargischer.

 

In der Abwehr passte die Abstimmung nicht mehr, es wurde teilweise gepennt oder gezaudert. So war es hauptsächlich Oberlübbes Lukas Finke, der immer wieder aus dem Rückraum erfolgreich zum Wurf kam. Nach vorne verschenkte der Gastgeber zu viele 100% Chancen.

 

Dem Keeper der Gäste fügte man ( wenn auch unbeabsichtigt ) Schmerzen zu, in dem ihm das Leder immer wieder auf den Pelz genagelt wurde. Bei Tempogegenstößen, frei vor dem gegnerischen Tor, reichte es nicht, mit einem platzierten Wurf den Treffer zu erzielen, der Ball sollte auch noch mit 250 km/h ins Tor befördert werden. Die Folge waren „Lattenkracher“ und „Geisterwürfe“ in Serie.

 

Nach 40 Minuten konnte sich Christiane „das Elend“ nicht mehr mit ansehen und sie musste ihre Minutenrede halten. Diese zeigte Wirkung. Die letzten zehn Minuten spielten die Bergstadt-Boys ordentlich und beherzt zu Ende.

 

Fazit: Nicht geglänzt, aber dennoch gewonnen. Gut und wichtig ist! Auch den Jungs war absolut bewusst, dass sie sich an dem Nachmittag nicht mit Ruhm bekleckert haben. Daher kann die Devise nur lauten „nicht mehr ärgern, abhaken und beim nächsten Spiel besser machen“. Denn eines sollte allen klar sein, am kommenden Wochenende gegen den TSV Hahlen wird so eine Leistung nicht reichen.

 

Es spielten: Felix Bornemann, Florian Teuber (4), Jan Felix Effertz (7), Timo Kindsgrab (7), Jan Lenzen (6), Fabio Lüder (2), Tibor Maske (7/3), Joshua Peters (3), Sven Hädrich (TW), Philipp Süllwold (TW).




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