HANDBALL

TSV Oerlinghausen - Handball
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Spielerische Gewaltenteilung: Drei Tage Handball in der Demokratiewoche

Spielerische Gewaltenteilung: Drei Tage Handball in der Demokratiewoche

Vom 24. bis zum 26. März fand am Niklas-Luhmann-Gymnasium eine Projektwoche zum Thema Demokratie statt. In verschieden Workshops wurden demokratische Themen den Schüler*innen spielerisch und auf kreative Weise nahegelegt. Einen dieser Projektkurse hat der TSV Oerlinghausen geleitet, indem die Grundsätze des Mannschaftssports Handball den Kindern der fünften bis siebten Klassen beigebracht wurden.

Mit Aufwärmspielen, die die Teamfähigkeit der Kinder erforderte, sind die insgesamt 50 Teilnehmer*innen in den Handballtag eingestiegen. Welche Spiele es geworden sind, wurde selbstverständlich demokratisch abgestimmt. Anschließend durften die Schüler*innen das Handballspielen kennenlernen. Dabei gingen sie in Teams zusammen und warfen ihren Mitspieler*innen im richtigem Moment den Ball zu, sodass ein Tor geworfen werden konnte. Ziel war es zu zeigen, wie ein gemeinsames Ziel besser zusammen erreicht werden kann, wenn man aufeinander achtet und füreinander spielt, anstatt gegeneinander oder eigensinnig zu handeln.

Um die praktischen Einheiten theoretisch zu untermauern, spielten die Kinder ein Quiz, bei dem in Teams Fragen zu den fünf Oberkategorien Spielregeln, Handball-Stars, Demokratie, Handball oder andere Sportarten und WM/EM beantwortet werden mussten.
Beim Handballspielen auf dem Kleinfeld konnten die Kinder die gelernten Fähigkeiten anwenden und so Punkte für ihre Mannschaft erzielen. Die Schüler*innen des NLGs hatten viel Freude: „Also ich hatte viel Spaß, weil die Trainer das sehr gut gemacht haben“, erklärte Emilia (6d). Jarne aus der Klasse 6e zeigte sich ebenso begeistert: „Ich fand das Handballspielen sehr toll. Besonders die Zusammenarbeit hat mir gut gefallen.“

Gewaltenteilung im Handball: Eine spielerische Umsetzung

Zuletzt wurde ein zentraler Bestandteil der Demokratie, die Gewaltenteilung, auf das Handballspielen übertragen. Für die Legislative (gesetzgebende Gewalt) gab es zwei gewählte Spieler*innen, die sich neue „Gesetze“ des Handballs ausdenken durften. Das Spielen mit zwei Torhütern, Ballkontakt mit dem Fuß oder das Betreten des 6-Meter-Kreises war plötzlich erlaubt. Die Exekutive (ausführende Gewalt) wurde in Form von Schiedsrichter*innen verkörpert, die nach den neuen Regeln das Spiel leiteten. Für die Judikative (rechtsprechende Gewalt) wurde eine Richterin festgelegt, die über die Entscheidungen der Schiedsrichter*innen urteilte und die „neuen Gesetze der Regierung“ als ungültig erklären konnte. So lernten die jungen Sportler*innen die Gewaltenteilung kennen und durften sie selbst miterleben.

Durch diesen sportlichen sowie demokratischen Input konnten sowohl Handballspielende als auch Unerfahrene der Sportart näherkommen und gleichzeitig Demokratie erfahren.

Dieser Artikel wurde von den beiden „Journalistinnen“ („vierte Gewalt“) Henrike Lüttgenau und Melina Hansing (Jahrgangsstufe Q1) verfasst.

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